Vorsicht Ideendiebstahl: Warum Jung-Designer unbedingt Patente anmelden sollten

Vorsicht Ideendiebstahl: Warum Jung-Designer unbedingt Patente anmelden sollten



Berlin lebt von den vielen jungen kreativen Köpfen, die in den letzten Jahren an die Spree gezogen sind, um sich mit Start-ups, pfiffigen Produkten oder trendy Mode selbstständig zu machen. Aber Vorsicht: Wo sich viele Kreative treffen, blüht auch der Ideenklau.

Das Patent

Bei Patenten ist die Sache eigentlich klar: Hier handelt sich um ein innovatives Produkt, das bei Erfolg schnell von Nachahmern kopiert wird. Fast schon legendär ist der Patentstreit zwischen Samsung und Apple, der seit Jahren immer wieder um diverse Produkte aufflammt.

Doch auch ein Tüftler, der jahrelang im Keller an einem neuen innovativen Design für Lautsprecher gearbeitet hat, ärgert sich schließlich, wenn seine tolle Idee, mit der er endlich reich werden wollte, blitzschnell von zehn anderen kopiert wird, die ihn dann auch noch preislich unterbieten. Daher gilt auch für Kleinunternehmer und Bastler: Wer eine tolle Erfindung entwickelt hat oder eine neue Verwendung für ein existierendes Produkt, sollte sich seine Idee daher patentrechtlich schützen lassen. Dafür benötigt es spezialisierte Patentanwälte wie www.humboldt-patent.com, die den Papierkram professionell erledigen. Mit den Lizenzgebühren, die der Patentinhaber anschließend von interessierten Konkurrenten verlangen kann, sind die Kosten dafür meist schnell wieder hereingeholt.

Copyright für Mode und Schmuck

Bei selbstentworfenen Kleidern und Schmuckstücken handelt es sich dagegen nicht um neue Erfindungen, sodass auf diese Produkte kein Patent angemeldet werden kann. Eine Ausnahme wäre hier lediglich eine bahnbrechende neue Erfindung in der Modewelt, wie der BH, der sich nur bei Liebe öffnet.

Originelle Mode wie der Berliner Street Style kann jedoch möglicherweise unter den Urheberrechtsschutz fallen, wenn es sich nachweislich um etwas Neues handelt. Dafür den Nachweis zu erbringen, fällt jedoch schwer, denn in der Mode ist eigentlich alles “irgendwann schon mal dagewesen”. Kreative Muster, Stoffe oder ungewöhnliche Materialien für Schmuckstücke lassen sich mithilfe des “Geschmacksmustergesetzes” schützen, der etwa drei Jahre gilt. Wer also aus einem sehr ungewöhnlichen Material tolle Taschen bastelt und mit auffälligen Designs verziert und eine Woche später eine schlechte, aber eindeutige Kopie in einem Schaufenster sieht, kann sich hier auf die Gemeinschaftsgeschmackmuster-Verordnung (GGVO) nach europäischen Recht berufen. Noch besser ist es, die eigenen Ideen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eintragen zu lassen, um so auch einen schriftlichen Beweis für den Besitz des “geistigen Eigentums” zu haben.

© Maria Teijeiro/Photodisc/Thinkstock

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