Vintage in Berlin: Diese Uhren runden das Outfit ab




Vintage ist im Trend: Vor allem hier in Berlin erleben scheinbar vergessene Moden ein Revival nach dem anderen. Dank unzähliger aufblühender Second-Hand-Shops in der ganzen Stadt werden immer neue Outfitkombinationen aus alt und neu entdeckt. Doch was fehlt fast immer, um ein waschechtes Vintage-Outfit abzurunden? Richtig: Die passende Uhr am Handgelenk. Im Gegensatz zu gebrauchter Mode, gibt es bei den mechanischen Retro-Zeitmessern einige Einkaufs- und Pflegetipps zu beachten. Die wichtigsten Fragen beantwortet unser Ratgeber.

Welche Modelle gibt es?

Uhren sind ein solch vielfältiges Thema, ihre Geschichte ist so umfassend und die Liste legendärer Modelle so lang, dass es schwierig ist, eine Auswahl von wenigen Modelle zu treffen: Die meisten Uhrenlegenden liegen zudem in der Luxuspreisklasse und sind zum täglichen Tragen im Grunde zu schade. Dazu zählen etwa die Rolex Daytona oder eine Patek Philippe Calatrava. Sinnvoller ist es, sich zunächst zu fragen, welcher Stil einem liegt: Mag man eher klassische Taucheruhren aus den 50er- und 60er-Jahren, elegante Dresswatches aus den 30ern, sportliche Rennfahrer- oder robuste Militäruhren? Selbst wenn man sich auf Letztere beschränkt, reicht die Auswahl von eleganteren Modellen bis hin zu funktionalen Fliegerchronographen mit zahlreichen Komplikationen, wie ein Blick auf entsprechende Online-Marktplätze zeigt.

Für welche Uhrengattung man sich letztlich entscheidet, hängt maßgeblich vom Outfit ab, mit dem sie kombiniert werden soll: Möchte man beispielsweise Vintage-Anzüge wie der Blogger Loux the Vintage Guru tragen, eignen sich goldene Dresswatches oder sogar Taschenuhren bestens. Etwas legerer, aber noch nicht so sportlich wie spätere Artverwandte sind frühe Taucheruhren wie die Omega Seamaster: Die ersten Modelle dieser legendären Taucheruhren aus den späten 1940er- bis 1960er-Jahren sind noch ohne drehbare Lünette und mit dezenteren Indizes versehen. Sie lassen sich bestens zu einem Vintage-Freizeitanzug und zum Schlendern auf sonnigen Flaniermeilen tragen – auch heute noch ein Hingucker auf dem Ku’damm.

Worauf beim Kauf achten?

Aufgrund des teilweise hohen Alters und des komplizierten Inneren einer mechanischen Vintage-Uhr gibt es beim Kauf und der Pflege einiges zu beachten. Grundsätzlich sollten mechanische Zeitmesser vor starken Stößen, extremer Hitze und Kälte, Nässe, Salz, Chemikalien und Magnetfeldern geschützt werden. Auch sollten automatische Uhren, die sich mittels Bewegung selbst aufziehen, regelmäßig bewegt werden. Andernfalls können die Schmieröle im Inneren verklumpen. Hier kann ein Uhrenbeweger helfen. Außerdem sollten die Uhren regelmäßig gereinigt werden, etwa mit einem trockenen Tuch. Wasserfeste Uhren können auch mit einem angefeuchteten Tuch, aber ohne Reinigungsmittel abgewischt werden. Sollte die Uhr von Innen beschlagen, ist bereits Wasser eingedrungen. Um Rost am Uhrwerk zu verhindern, sollte sie in einem solchen Fall schnell zum Uhrmacher gebracht werden.

Diese Aufzählung essenzieller Pflegetipps zeigt, dass man bereits beim Kauf die Mehrkosten für eine Revision einplanen sollte. Die können gerade für komplizierte Luxusuhren nicht unerheblich sein und nach vermeintlichen Schnäppchen schnell für Ernüchterung sorgen. Dementsprechend wichtig ist es, beim Kauf auf einem möglichst guten Zustand der Vintage-Uhr zu achten – das spart bei späteren Revisionen bares Geld.

Bildrechte: Flickr Panerai 6152/1 homage – movement detail Guy Sie CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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