TAIYO – die Sonne scheint am Savignyplatz

TAIYO – die Sonne scheint am Savignyplatz



Zu Beginn war die kreative Idee, japanische Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände nach Berlin zu holen. Heute kombinieren die Geschäftsinhaber Linges und Jürgen HeinTze asiatische und europäische Wohnkultur mit dem Anspruch: Produkte aus natürlichen Materialien und hochwertig verarbeitet. Ihr Geschäft ist spezialisiert auf japanische Akari-Lampen sowie auf Massivholzmöbel aus Deutschland und Indonesien.

“TAIYO” – japanisch Sonne –, das Wort hatte Jürgen HeinTze einmal aufgeschnappt und nicht mehr vergessen. Als er 1986 mit seiner Frau in Berlin-Steglitz einen Laden eröffnete, war es der passende Name für ein Geschäft mit japanischen Schiebetüren, Stoffen und Porzellan. „Das Interesse daran lag irgendwie in der Luft, aber Japan fehlte in Berlin. Es war nur so ein Gefühl. Ich weiß nicht warum, mein Mann hat dafür den richtigen Instinkt. Er ist der kreative Kopf, der die Ideen hat. Ich sorge dafür, dass sie umgesetzt werden“, sagt Linges Heinze.

Während sie sich um Laden und Familie kümmerte und anfangs noch als Dolmetscherin am Gericht arbeitete, reiste er nach Japan. Korea, Indonesien, Burma, Vietnam sollten folgen, und Produkte, deren schlichte Art zum japanischen Design passte, kamen zum Angebot dazu. Immer standen der persönliche Kontakt im Mittelpunkt, die direkte Kooperation mit Familienunternehmen und kleinen Handwerksbetrieben und der Kauf ohne Zwischenhändler. Freundschaften und gute Kontakte bestehen bis heute, auch wenn mancher damalige Geschäftspartner heute in Pension ist.

1999 zog das Ehepaar mit seinem Laden um: Savignyplatz 6, dort, wo Grolman- und Knesebeckstraße aufeinandertreffen, dort, wo in den 70er Jahren alles begonnen hat: Linges Heintze lernte ihren zukünftigen Mann in einem Bekleidungsladen kennen. Er war Geschäftsführer, sie jobbte neben dem Studium als Verkäuferin. „Als der Geschäftsinhaber des Ladens dann die Räume aufgab“, erzählt Linges Heintze, „fragte er uns, ob wir sie übernehmen wollen. Für uns war klar: Hier ziehen wir hin.“

Japan, das steht auch für die Verfeinerung der künstlerischen und menschlichen Kultur, ein Prinzip, nach dem Linges und Jürgen Heintze die Objekte aus aller Welt aussuchen. Die Kunden kommen dafür aus ganz Deutschland. „Nein, unsere Kundschaft, das ist nicht nur der Berliner Westen“, sagt Jürgen Heintze. Im nächsten Jahr feiert das Geschäft sein 25jähriges Bestehen.

 
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TAIYO Berlin

 

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