Raum für Kunst und Leben – ”Supalife”

Raum für Kunst und Leben – ”Supalife”



Am westlichen Ende der Raumerstraße in Prenzlauer Berg, mitten im Helmholtzkiez, ist ein kleiner, heller Laden, der durch sein Namensschild „Supalife Kiosk“ die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht. Sein schlichtes, weißes Inneres wird durch bunte Farbtupfer belebt: Siebdrucke und Plakate hängen im Raum und an den Wänden, Designbücher und Comics stehen in den Regalen.

„Supalife“ ist Galerie, Plattform und Projektraum für Grafiker, Illustratoren und Urban Artists. Ein Laden, wie man ihn vermutlich in ganz Deutschland kein zweites Mal findet. Gabriele Zygor, die Gründerin, erklärt: „Wir sind ein Ausstellungsort für ganz unterschiedliche Künstler – Kunsthochschulabsolventen sind genauso vertreten wie Autodidakten. Aber allen gemeinsam ist der Spaß an der Arbeit mit dem Siebdruckverfahren und die Qualität der Arbeiten.“

Die studierte Kommunikationsdesignerin ist seit längerem für diese Drucktechnik entflammt: „Das Schöne daran, alle nutzen dasselbe Medium, aber die Ergebnisse sind ganz unterschiedlich.“ 2000 entdeckte sie die „Fleischerei“, ein offenes Siebdruckatelier und -kollektiv. Hier entwickelte sie erste eigene Siebdruckarbeiten und Ausstellungskonzepte. „Seit 2004 gibt es ‚Supalife‘. Das Ladengeschäft haben wir schon seit 1999. Es war erst ein Büroatelier für Grafiker, Konzepter und Programmierer“, erzählt Gabriele, die es in den 90er Jahre nach Prenzlauer Berg zog. Aufgewachsen ist sie in Berlin-Neukölln, wo ihre Eltern wohnten, nachdem sie mit ihr aus Polen nach Berlin gekommen waren.

An den Wänden des Supalife Kiosk wird alle sechs Wochen einem anderen Künstler die Möglichkeit gegeben, seine Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch unbekannte Künstler bekommen eine Chance. Gabriele Zygor spricht gezielt Leute an, wenn sie von deren Arbeiten begeistert ist. Nach den Ausstellungen entstehen mit ausgewählten Künstlern Editionsdrucke mit Serien von 50 bis 100 Exemplaren.

Die Supalife-Homepage bietet einen Überblick über die gesamte Kollektion von über 500 Arbeiten, von denen etwa 150 erhältlich sind. Alle Drucke bei „Supalife“ wurden in Handarbeit und in nummerierten und signierten Kleinauflagen erstellt. Kleinere Arbeiten kosten zwischen 25 und 50, große zwischen 100 und 150 Euro. Was als Laden für die Berliner Siebdruck-und Plakatszene begann, hat sich mittlerweile zu einem einmaligen Präsentationsraum für junge Kunst aus Europa und Übersee entwickelt.

 
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Supalife Kiosk

 

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