Nachhaltigkeit in der Modebranche

Nachhaltigkeit in der Modebranche



Nachhaltigkeit wird ein zunehmend wichtigerer Begriff im Leben der Menschen. Alltägliche Produkte, Energie, Lebens- und Genussmittel, aber auch die Mode verändert sich im Bewusstsein der Gesellschaft.

Mode und Nachhaltigkeit: ausgeschlossen?

Die Modebranche ist ein schnelles Geschäft. Schon Coco Chanel wusste um die Begehrlichkeit von immer neuen Trends. Mode sei dafür da, um aus der Mode zu kommen. Dass das Nachlaufen nach den neusten Must-haves und It-Pieces in einer umweltbewussten Gesellschaft nicht tragbar ist, haben mittlerweile nicht nur Umweltverbände verstanden. Nachrichten über giftige Farbstoffe in der Kleidung und schlechte Bedingungen für die Fabrikarbeiter in China, Indien oder Bangladesch trüben das Bild der glitzernden, perfekten Fassade der Modeindustrie.

Bereits bei der Berliner Fashion Week spürte man das Umdenken dieses Business: Designer setzen auf nachhaltige Stoffe, Recycling und neue Politiken im Umgang mit “alter” Mode.

Moderevolution: Slow Fashion

Slow Fashion ist das Stichwort dieser neuen Bewegung. Ableiten lässt sich das vom Begriff “Fast Food”. Denn so wie auch hier schnell und besonders ungesund konsumiert wird, entwickelte sich das das Bewusstsein, Essen zu genießen, auf Qualität statt Quantität zu achten. Slow Fashion bildet hier einen nahtlosen Übergang. Es möchte weg vom Image der großen, billigen Modehäuser, die jeden Monat andere Trends bieten. Doch was genau heißt das für den Konsumenten? Kleidung, die unter der Fahne der entschleunigten Mode produziert wird, besteht oft aus Biostoffen, recycelten Materialien und kann sogar vegan sein. Auch wird mehr und mehr verzichtet auf seltener werdende Stoffe wie Polyester, das aus Erdöl hergestellt wird. Dem Prinzip des Wegwerfens und Neukaufens wird bewusstes Shopping entgegengesetzt.

Nachhaltige Designer in Deutschland

Nachhaltige Designer werden in Deutschland mehr. Wie die Berliner Designer Michael Michalsky oder Mareike Ulman. Diese lässt ihre gesamte Kollektion in Deutschland produzieren, achtet auf gute Arbeitsweisen und faire Löhne. Sie benutzt bei der Faser-Produktion bis hin zum Färben oder Bleichen nur natürliche und gesundheitlich unbedenkliche Stoffe. Und auch eines ist der Designerin wichtig: die Individualität, Vielfältigkeit und Zeitlosigkeit ihrer Kleidungsstücke. So präsentierte sie bei der Berliner Fashion Week 45 Stücke – doch neu waren davon nur zehn. Sie fügt zu ihrer bestehenden Kollektion lediglich neue Entwürfe hinzu, die sich damit neu entfalten.

Nicht nur diese Art der Nachhaltigkeit in der Mode ist wichtig. Das Traditionsunternehmen Deerberg legt seit jeher Wert auf nachhaltige Qualität. In der hauseigenen Philosophie unter www.deerberg.de erklärt der Inhaber Stefan Deerberg: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, unseren Kindern und Enkelkindern ein funktionierendes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen. Jeder kann erkennen, dass das eine ohne das andere nicht zu haben ist.” Das äußert sich im Deerberg-Versand durch eine lebenslange Garantie auf die Kleidung, die Nutzung von grüner Energie bei der Produktion der Waren, das für die Kataloge Papier aus nachhaltiger Produktion verwendet wird und Pakete mit einer klimaneutralen Versandart übermittelt werden.

Über eines müssen sich die Konsumenten jedoch bewusst sein: Wer nachhaltig kaufen will, muss mehr bezahlen. Ökologisch produzierte Materialien und Produkte und faire Gehälter für Arbeiter heben den Preis für das Endprodukt. Wenn jedoch die Nachfrage stimmt, wird sich auch das ändern. Zu diesem Punkt muss die Modeindustrie sich jedoch erst noch entwickeln.

© Brand X Pictures/Thinkstock

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