Fotografieren in Berlin – Zeitgeschehen festgehalten





Berlin ist einer der meistfotografierten Orte der Welt, wie diese Karte eindrucksvoll dokumentiert. Kein Wunder, lockt die Spree-Metropole wegen ihrer Kreativität und Dynamik und aufgrund der Tatsache, dass sie einer der Hauptschauplätze der jüngeren Weltgeschichte war, doch immer mehr Touristen an. Die wechselhafte Geschichte Berlins umfasst den Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Wiedervereinigung, die Zeit des Ersten Weltkriegs, die Weimarer Republik, die Machtergreifung und Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg.

Diese Geschichte manifestiert sich in baulichen Hinterlassenschaften, Denkmälern und Objekten. Kein Berlinbesuch ist komplett, ohne zumindest abschnittsweise den Mauerweg zu erkunden, Checkpoint Charlie oder das Stasimuseum zu besuchen oder einen Moment am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park innezuhalten. Die Historie der Stadt ist in ihren Momenten des Schreckens, der menschlichen Größe und der Ambivalenz einer teilweise ungewissen Zukunft auch bestens fotografisch dokumentiert. Man denke nur an das ikonische Bild der zwei Rotarmisten, die auf dem Reichstag die sowjetische Fahne hissen, oder die Bilder des Fotografen Anthony Suau, der den Fall der Mauer festhielt.

Hervorragend lässt sich das in zwei kommenden Ausstellungen im Deutschen Historischen Museum sehen, in denen es zwar nicht nur um Berlin geht, aber eben um Geschichtsabschnitte, in denen der Stadt eine zentrale Rolle zukam. Die Ausstellung „Relikte des Kalten Krieges“ mit Fotografien von Martin Roemers dokumentiert ab Anfang März die Spuren, die der Kalte Krieg in ganz Europa hinterlassen hat.

Nahezu chronologisch schließt sich ab Mai dieAusstellung „Alltag Einheit“ zum Alltag und den Herausforderungen der Wiedervereinigung an. Hier geht es um den deutsch-deutschen Selbstfindungsprozess, der bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

Wer von diesen Ausstellungen inspiriert wurde, kann in Berlin auch selber auf Spurensuche gehen und sich thematische Routen durch die Stadt zusammenstellen. Weniger Aufwand erfordern geführte Touren, die es zum Beispiel bei walkberlin.de zu verschiedenen Abschnitten der Stadtgeschichte gibt. Häufig ist man dabei nicht nur mit Touristen unterwegs, sondern auch mit Neuberlinern, die sich intensiver mit ihrer Stadt und den verschiedenen Kiezen beschäftigen wollen. Tipp: Dabei die Kamera nicht vergessen! Die Bilder, die man bei solchen Touren knipsen kann, lassen sich nämlich ausgezeichnet für Bildserien oder sogar ganze Fotobücher verwenden, die spezialisierte Dienstleister wie CEWE anfertigen. Zwar sind die Chancen gering, bahnbrechende Fotos wie die oben erwähnten Beispiele zu schießen, doch als Erinnerungsstücke oder zum Weiterverschenken eignen sich die Motive allemal.

Bildrechte: Flickr Abhörstation Teufelsberg Axel Kuhlmann CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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