Stuttgarter Platz, Berlin

Der 1892 so benannte Platz wird von Anwohnern in den guten und den bösen „Stutti“ unterteilt. Der gute „Stutti“ – der östliche Teil des Stuttgarter Platzes- nahe Windscheid-, Rönne- und Leonhardtstraße, zeichnet sich durch eher gehobene Restaurants, viele Cafés und reizvolle Einkaufsmöglichkeiten, sowie einen großzügigen Kinderspielplatz aus, initiiert durch die ersten Westberliner Bürgerinitiativen.


Hier lohnt sich ein Bummel durch die vielen kleinen Geschäfte. Abseits des großstädtischen Trubels kann man am Stutti in aller Ruhe shoppen. Traditionelles Handwerk und erlesene Spezialitäten finden sich dort neben Mode, Design und Literatur.


Der böse „Stutti“ hingegen war für „Bürger“ berüchtigt durch die 68er Wohngemeinschaft „Kommune 1“ und anrüchig durch seine zahlreichen Halbwelt-Etablissements.

Der Spielfilm „Hotte im Paradies“ des Regisseurs Dominik Graf spielt hier und wurde zum Teil mit Originalen aus dem Milieu besetzt.


Der Platz wurde von James Hobrecht im Generalbebauungsplan von 1858 angelegt und nach der Überdeckung des Schwarzen Grabens, eines offenen Abwasserkanals, bebaut. Um 1890 erlangte der Platz Bedeutung durch die Inbetriebnahme des Bahnhofs Charlottenburg. Die ersten repräsentativen Wohnhäuser entstanden und es wurden Grünanlagen angelegt , die sogar mit Palmen verschönert wurden.


Der Stuttgarter Platz wirkt seit jeher anziehend auf Künstler aller Couleur. In direkter Nähe am Amtsgericht soll Hertha Heuwer 1949 die Currywurst erfunden haben.
Heute steht der Platz immer noch für das Leben der Bohème, aber auch zunehmend für gutsituierte Bürgerlichkeit mit Fortpflanzungswillen.

 

 
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