Auf den Hut (ge)kommen – in der „Heimat Berlin“

Auf den Hut (ge)kommen – in der „Heimat Berlin“




Die Geschäftspartner von „Heimat Berlin“ Stefan Lochner und Sebastian Mücke begegneten sich zum ersten Mal vor 10 Jahren. Schnell verband sie die gemeinsame Vorliebe für Hüte und Mützen. Sie waren sich einig darüber, dass Berlin dringend einen jungen, trendigen Hutladen nötig hat. Die Folge war ihr erster Laden, die „Heimat Berlin“, ein Laden in dem sie coole, individuelle und bezahlbare Hüte anbieten.

Den gelernten Reiseverkehrskaufmann und Landschaftsgärtner Stefan Lochner verschlug es 1998 vom Allgäu nach Berlin, wo er während seines Studiums der Lateinamerikanistik erstmalig auf einem Weihnachtsmarkt Mützen und Hüte verkaufte. Sebastian Mücke zog 1990 für sein BWLStudium in die Hauptstadt. Auch er jobbte als Verkäufer auf Berliner Märkten, wo sich beide kennen lernten. Heute wie früher sind sie mehrere Monate im Jahr in der Welt unterwegs, gern und überwiegend in Asien und Südamerika. Auf diesen Reisen finden sie Ideen für neue Modelle oder knüpfen Kontakte zu den Herstellern. Stefan Lochner erzählt über die Welt der Hüte „Wir möchten dafür sorgen, dass die Menschen gut behütet durchs Leben gehen. Wir beziehen z.B. Hüte aus Italien, den USA und Deutschland, lassen unsere Mützen in Nepal produzieren. Meine Lieblingshüte kommen sogar aus Deutschland, aus meiner Heimat, dem Allgäu, wo sich zufällig die Hochburg der Huthersteller befindet. Der Hut ist eine verloren gegangene Kultur.

Deutschland war mal Huthochburg in den 20er- und 30er-Jahren. Damals hatte fast jeder einen Hut. Man ist kaum ohne Hut aus dem Haus gegangen. Der Hut ist mehr als ein bloßes Accessoire. Er sagt sehr viel über einen Menschen aus. Wenn es der richtige Hut ist, dann unterstreicht er das Wesen eines Menschen, spiegelt seine Stimmung. Daher reicht meistens auch ein Hut nicht aus. Wer einmal auf den Hut gekommen ist, kommt immer wieder.“

Stefan Lochner selbst hat um die 50 Hüte. „Für jeden Menschen und jedes Gesicht gibt es den passenden Hut oder besser die passenden Hüte. Bei uns findet jeder seinen Hut. Wenn einer sagt, dass er kein Hutgesicht hat, das gibt es nicht. Daher muss man auch bei der Mode aufpassen. Wenn kleinkrempige Hüte modern sind, stehen sie noch lange nicht jedem.“ Stefan Lochner berät gern. Er hat über die Jahre ein perfektes Auge für den passenden Hut bekommen. „Der Kunde fühlt sich mit dem zu ihm passenden Hut fast immer wohl. Er fühlt es einfach. Anders kann man einen Hut auch nicht kaufen. Es muss stimmen. Preislich geht es bei 10 Euro los. Man kann für sein Lieblingsstück aber auch gern 400 Euro ausgeben.“

Die Geschäftsfreunde betreiben zusammen mehrere Geschäfte. Sie verkaufen dort neben einer sehr großen Auswahl von je ungefähr 500 Hüten und Mützen einige weitere Accessoires. Darunter sind dann neben Zigarren, Kuckucksuhren oder Sonnenbrillen schon mal Schuhe oder gar Dirndl zu finden.

 
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